Europäischer Impfausweis Corona Covid (Foto: Martin Sanchez via unsplash.com)

Ab dem 1. Juni soll es einen Impfausweis für Europa geben – damit soll den Sommerferien nichts im Wege stehen.

„Digitaler grüner Nachweis“ – hinter diesem Begriff verbirgt sich die Hoffnung, dass der Sommer 2021 ein ganz „normaler“ Sommer sein könnte, mit Reisen in fremde Länder, mit Flügen und Strandurlaub. Denn ab dem 1. Juni will die EU-Kommission einen europäischen Impfausweis einführen, der als Nachweis für eine erfolgte Corona-Impfung oder für einen kürzlich durchgeführten PCR-Test dienen kann. Ebenso sollen bereits überstandene Corona-Erkrankungen als Nachweis gelten. Der Impfausweis – auch als „Grüner Pass“ bezeichnet – soll die Grundlage für Reisefreiheit wie anno dazumal sein.

Impfausweis: Vorbild Israel

In Israel ist ein solcher grüner Pass (der meistens am Handy in digitaler Form mitgeführt wird) die Grundlage für eine Rückkehr zur Normalität. In dem Land, das sich im Gegensatz zu Österreich und Deutschland mit Elan und Geld die nötigen Impfdosen sichern konnte, ist bereits ein Großteil der Bevölkerung geimpft: Restaurants, Bars und Geschäfte haben wieder offen. Vor kurzem wurde in einem großen Spital in Tel Aviv die letzte Coronastation geschlossen.

Noch braucht es politische Entscheidungen, um den Impfausweis für Europa auf Schiene zu bringen. Es gibt auch Widerstand in Ländern, denn solange nicht alle Menschen die Chance auf eine Impfung hatten, könnte ein solche Impfausweis als ungerecht empfunden werden. So hieß es in Österreich seitens der SPÖ, ein Corona-Pass mache nur dann Sinn, wenn es genügend Impfungen gäbe.

Indes hat die Fluglinie AUA den „Grünen Pass“ in der EU begrüßt. „Wir begrüßen diesen Vorstoß ausdrücklich, stellt er doch einen wesentlichen Schritt Richtung Wiederherstellung der Reisefreiheit in Europa dar“, wird AUA-Chef Alexis von Hoensbroech in einer Aussendung zitiert. Und die Tourismusorganisation WTTC (World Travel & Tourism Council) sieht die Ankündigung bereits als Zeichen, dass es in Europa zu einer Erholung der Tourismsubranche kommen könnte.

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