Polarlichter in Norwegen: Camping am Uttakleiv-Strand auf den Lofoten (Foto: Samuel Taipale / Visit Norway)

Die Polarlichter in Norwegen üben eine besondere Faszination aus. Experten verraten, an welchen Orten man sie am besten beobachtet.

Polarlichter – wer träumt nicht davon, sie einmal zu sehen? Selbst wenn wir wissen, dass es sich rein wissenschaftlich nur um „angeregte Stickstoff- und Sauerstoffatome“ handelt, wirken sie magisch. Genau genommen gibt es Südlichter auf der Südhalbkugel (Aurora australis) und Nordlichter (Aurora borealis) auf der Nordhalbkugel. Wer Nordlichter sehen möchte, kann dies unter anderem in Alaska in den USA, in der kanadischen Stadt Yellowknife, auf Island oder in Schweden tun.

Und natürlich in Norwegen – in diesem skandinavischen Land gibt es einige Orte und Plätze, an dieses Lichter-Gucken möglich ist. Ein Experte verrät uns nun, wo wir hinfahren müssen, um besonders gute Chancen zu haben: Paal Brekke, Solarphysiker und Berater der norwegischen Weltraumagentur, weist zunächst auf die Lichtverschmutzung hin, die in und um die großen Städte herrscht. Dadurch ist es dort so gut wie unmöglich, Nordlichter oder etwa auch die Milchstraße gut zu sehen. Im Norden Norwegens hingegen gibt es viele Gebiete, in denen es kaum oder gar kein künstliches Licht gibt.

Polarlichter in Norwegen: Die besten Tipps

Aber wo konkret in Norwegen können wir Nordlichter sehr gut sehen? Hier die konkreten Tipps von Brekke:

  • Die Lofoten sind eine Inselgruppe vor der Küste Nordnorwegens und gelten als Paradies für Naturfreunde. Hier findet ihr auch unberührte Sandstrände wie Uttakleiv (Foto ganz oben). Wer das Besondere sucht, könnte die Nordlichter während einer Kayakfahrt erleben – und zugleich über den so genannten Morild-Effekt staunen: Meeresleuchten, hervorgerufen durch bioluminiszierendes Plankton.
  • Narvik ist eine Stadt im Norden des Landes mit etwas mehr als 20.000 Einwohnern. Brekke empfiehlt, mit der Seilbahn auf den Berg Narvikfjellet zu fahren, von dort oben ist die freie Sicht auf Nordlichter garantiert.
Mit der Seilbahn von Narvik (Foto: Jan Arne Pettersen / Visit Norway)
Seilbahn von Narvik (Foto: Jan Arne Pettersen / Visit Norway)
  • Die Insel Senja, eine Stunde Fahrt mit dem Schiff von Tromsø entfernt, bietet mehrere schöne Aussichtspunkte, um die Polarlichter in Norwegen zu beobachten. Diese zweitgrößte Insel Norwegens ist für Outdoor-Fans ein echter Traum.
Polarlichter, beobachtet von Senja (Foto: Reiner Schaufler - www.nordnorge.com)
Polarlichter, beobachtet von Senja (Foto: Reiner Schaufler – www.nordnorge.com)
  • Nordkap ist der nördlichste Punkt Europas, der über Straßen zu erreichen ist. Es handelt sich um ein Kap, das von der Insel Magerøya ins Meer ragt. Hier gibt es so gut wie keine Lichtverschmutzung, der Himmel ist stets klar. Aber aufpassen: Die Temperaturen können extrem sein …
  • Wer es noch weiter nördlich mag, muss nach Spitzbergen (norwegisch Svalbard): Die Inselgruppe liegt 900 Kilometer nördlich des norwegischen Festlands und nur noch 1300 Kilometer vom Nordpol entfernt. Von November bis Ende Jänner gibt es kein Tageslicht auf Spitzbergen, alleine deshalb sind die Chancen auf die Beobachtung der Polarlichter sehr gut.

Foto oben: Samuel Taipale / Visit Norway

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