Skitouren werden beliebter (F: Bigstock)

Sie sind günstiger und besser für Körper und Geist: Skitouren werden als Alternative zum klassischen Skifahren interessanter.

In der Hochsaison kann einem die Skipiste schon einmal wie ein Verkehrsstau auf der Autobahn vorkommen. Nicht zuletzt deshalb und aufgrund der hohen Preise der Liftkarten werden Skitouren als Alternative zum Skifahren immer bekannter und beliebter. Tatsächlich ist das Gehen von Skitouren eine einzigartige Möglichkeit, sich auf günstige Weise sportlich zu betätigen, die Natur zu erleben und dem Trubel in den Skigebieten zu entfliehen.

Besonders wichtig beim Skitourengehen ist neben der richtigen Ausrüstung auch eine entsprechende Ausbildung, um die Gefahren in den Bergen richtig einschätzen zu können. Es gibt hierfür vom Alpenverein eine Checkliste, die die wichtigsten Punkte bei Skitouren auflistet. Neben einer guten Kondition und der allgemeinen körperlichen Verfassung sollte vor allem die Lawinengefahr nicht unterschätzt werden. Zur richtigen Ausrüstung gehören unter anderem eine Schaufel, eine Sonde, ein Handy und ein sogenanntes LVS-Gerät (Lawinensuchgerät).

Die ersten Schritte beim Skitourengehen können Anfänger in der Ramsau am Dachstein machen: Ab 14 Jahren erfahren Einsteiger, welche Ausrüstung notwendig ist, wo sie gehen dürfen und was bezüglich des Wetters zu beachten ist. Ein Tageskurs kann beispielsweise bei der Skischule-Ramsau absolviert werden, kostet 70 Euro und findet wöchentlich statt.

Die Sportart des Skitourengehens hat ihren Ursprung übrigens in der Steiermark: Im Winter 1892 entschieden sich drei Steirer dazu, mit ihren Skiern einen Berg zu besteigen und erklommen den Stuhleck-Gipfel (rund 1800 Meter Höhe). Die Idee zum Skitourengehen war damit geboren. Im Naturpark Gesäuse können Tourengeher auf den Spuren der „Erfinder“ die Natur der winterlichen Steiermark genießen. Um die Tier- und Pflanzenwelt im Naturpark nicht zu stören und trotzdem etwas Einzigartiges zu erleben gibt es gut markierte Skitouren. Außerdem gibt es beim „Skitouren BaseCamp“ im Naturpark Gesäuse speziell Kurse für Skitouren – auch im Bundesland Salzburg gibt es solche Skitouren-Camps.

Um Landschaften wie diese voll genießen zu können, ist ein Wissen über mögliche Gefahren notwendig. (F.: Bigstockphoto.com/sassyphotos)
Um Landschaften wie diese genießen zu können, müssen mögliche Gefahren erkannt werden. (Bigstockphoto.com/sassyphotos)

So erfreulich und wunderschön der Trend der Skitouren auch sein mag, einen weniger positiven Aspekt sollte man nicht außer Acht lassen: In jüngster Zeit ist es wiederholt zu Streitigkeiten zwischen Tourengehern und Liftbetreibern gekommen, da diese bisweilen Kunstschneepisten benutzen – und wegen der häufig schlechten Schneelage ist es öfters zu solchen Auseinandersetzungen gekommen. Einige Liftbetreiber reagiert bereits und stellten Verbote auf: Die Gefahr von Unfällen zwischen Skifahrern und Tourengehern sei zu groß, meinen sie. Selbstverständlich spielt aber auch die Angst um den Verlust der Einnahmen aus dem Liftbetrieb eine Rolle.

Eine Übersicht über jene Skiregionen, in denen das Tourengehen bestens möglich ist, bietet beispielsweise bergfex.at an.

Aktuell werden beispielsweise in den Nockbergen neue Skitouren mit einem Schuss Wellness angeboten – hier unser Bericht dazu.

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