Zerstörungswut in Wreck Rooms / reisekompass.at

In „Wreck Rooms“ kannst du deine Aggressionen auf legale Weise ausleben: Wir zeigen, wo es solche Wut-Räume gibt.

Wer hat nicht schon mal den Wunsch gehabt, jetzt und sofort etwas zu zerstören, auf den Boden zu werfen, mit einem Hammer draufzuschlagen – zum Beispiel aufs Handy, auf den Computer oder auf die Kaffeemaschine. Geht nur leider nicht, denn das wäre erstens nicht erlaubt (zumindest nicht in Büro oder mit fremden Dingen), zweitens nicht ungefährlich und drittens teuer. Deine Versicherung wird „Wutausbruch“ nicht als Grund für ein zerstörstes Gerät akzeptieren.

Es gibt aber eine legale, ungefährliche und vergleichsweise günstige Möglichkeit, seinen Aggressionen freien Lauf zu lassen: „Wreck Rooms“ sind Räume, in denen Besucher alles zerstören und zerdepschen können, was ihnen unter die Hände kommt. Das kann befreiend sein und soll sogar den Besuch beim Psychotherapeuten ersparen.

Keine Zerstörungswut in Österreich

Aber wo gibt es solche Wreck Rooms, die oftmals auch als Rage Rooms bezeichnet werden? Die schlechte Nachricht: Leider (noch) nicht in Österreich – wir können nur hoffen, dass es bald soweit sein wird. Den sogenannten „Happy-Shards-Room“ in Wien-Meidling, in dem man seine Wut an Geschirr und Gläsern auslassen konnte, gibt es nicht mehr. Und auch einen „Zerstörungsraum“ in der Veranstaltungshalle Maxx Entertainment sucht man inzwischen vergeblich.

Wrecking in Berlin, Dubai & London

Hingegen darf man sich beispielsweise in Berlin austoben – die Hauptstadt ist sozusagen die Wreck-Metropole in Europa: „Crash Room“ nennt sich beispielsweise ein Angebot, bei dem beispielsweise in der „Deluxe-Version“ 4 Personen um 310 Euro so richtig drauflos schlagen dürfen. Auch im „Ausrastraum“ darf man seine Aggressionen ganz ohne Bedenken loswerden.

Wreck Rooms gibt es auch in Dubai, dort werden sie „Smash Rooms“ genannt: Es darf auf Computer und ähnliche Apparate eingedroschen werden; der Raum befindet sich im Industriegebiet Al Quoz, eine zweite Niederlassung gibt es seit kurzem bei „Last Exit Mad Max X„. Gründerin Hiba hatte die Idee zum Smash Room, als es ihr selbst mal nicht gut ging. Es gibt verschiedene Angebote, vom einfacheren Rabiat-Ritual mit zehn Glasutensilien um knapp 100 Dirham (rund 24 Euro) über das Zweier-Paket (30 Gläser, 2 Elektrogeräte um rund 400 Dirham) bis zum Großangebot für wirklich Wütende (45 Gläser, 3 Elektrogeräte um knapp 600 Dirham).

Wreck Rooms: Aggressionen legal ausleben (F: Pixabay)
Wreck Rooms: Aggressionen legal ausleben (F: Pixabay)

Einen Wreck Room gibt es auch in London – dort trägt er auch genau diesen Namen. Man sucht sich die passende Musik und das passende Werkzeug, dann geht es mit dem Zerstören los. Zehn Minuten lang darf man dann kaputt machen, was man will. Leider sind die Wrecking-Angebote für heuer schon vorbei, ab 2019 wird es wieder Sessions geben – auf der Homepage kann man sich eintragen lassen, um aktuelle Informationen zu bekommen. Weitere Wreck Rooms gibt es unter anderem in Melbourne (Australien) und in Tauranga (Neuseeland). In New York, genauer gesagt im „Garment“-Viertel in Manhattan, erfreut sich der „Wrecking Club“ großer Beliebtheit. Und auch in Las Vegas ist das Zerstören von Gegenständen ein gutes Geschäft – im dortigen Wreck Room sind die Preise auch durchaus moderat: Ab 35 Dollar darf man schlagen und treten und werfen und hämmern und und und….

 

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Hier ein Video vom Rage Rom in Neuseeland:

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