Im Urlaub TV-Sendungen aus der Heimat ansehen? Mit diesen Tricks kannst du heimisches TV im Ausland schauen.

Daheim läuft gerade die TV-Sendung, die du so gerne siehst – zum Beispiel „Dancing Stars“ im ORF oder „DSDS“ im RTL. Oder dein Verein hat endlich mal wieder gewonnen und du würdest gerne die Zusammenfassung des Spiels ansehen. Das Problem: Wenn du gerade im Ausland bist, wird daraus nichts. Denn TV-Sender dürfen ihr Programm meistens nur im eigenen Land übertragen. Sobald du also in einem anderen Land bist, werden Übertragungen oder auch Aufzeichnungen bereits gezeigter Sendungen blockiert. Denn anhand deiner IP-Adresse (das ist eine Kennnummer des jeweiligen Geräts im Netzwerk, sozusagen der digitale Fingerabdruck) wird erkannt, wo du dich gerade befindest. Wenn du also in Italien oder Kroatien bist, kannst du keine Sendungen deutscher oder österreichischer TV-Sender sehen. Das nennt man Geoblocking.

MIt VPN-Diensten heimisches TV im Ausland schauen

Es gibt aber eine Möglichkeit, das zu umgehen. Das Zauberwort dafür lautet VPN -Virtual Private Network. Es handelt sich um virtuelles Netzwerk, das mit Hilfe spezieller Software aufgebaut wird: Statt wie üblicherweise eine direkte Verbindung zwischen deinem Gerät (also PC, Smartphone, iPad etc.) und der betreffenden Seite aufzubauen, wird der Internetverkehr über einen Umweg geleitet, nämlich einen Server des VPN-Anbieters. Das dient einerseits dazu, deine eigentliche IP-Adresse zu verschleiern und dich damit sozusagen unsichtbar zu machen. Und wenn andererseits der betreffende VPN-Server in einem bestimmten Land steht, wird vorgegaukelt, du selbst würdest in dem Land sein. Also wenn du in Italien bist und über den VPN-Dienst Deutschland oder Österreich als Land auswählst kannst du auf TV-Sendungen oder Sportübertragungen zugreifen, wie wenn du daheim wärst.

Rechtliche Aspekte beim Umgehen des Geoblockings

Ist das überhaupt legal? Es ist zweifellos eine rechtliche Grauzone, in der du dich bei Verwenden eines VPN-Dienstes befindest. Prinzipiell ist das Verschleiern der eigenen IP-Adresse – also das anonyme Surfen – auf jeden Fall erlaubt. Hingegen ist das Umgehen des Geoblockings nicht erlaubt, zumindest dann nicht, wenn die gezeigten Inhalte dem Anbieter selbst gehören (was im Fall der TV-Sender der Fall ist). Hingegen können Inhalte von Seiten wie YouTube, die ja keine Urheberrechte dafür besitzen, problemlos angesehen werden. Dennoch wird ein einzelner Nutzer eines VPN-Diensts kaum rechtliche Probleme bekommen, wenn er nur zur Privatnutzung einige TV-Sendungen ansieht. Etwas anderes wäre es, wenn im großen Stil Übertragungen aufgezeichnet und verkauft werden.

Welche VPN-Dienste gibt es? Die Auswahl ist groß, die Palette reicht von ganz günstigen Anbietern bis zu großen, zuverlässigen Diensten, für die man aber tiefer in die Tasche greifen muss. Folgende VPN-Dienste haben sich bewährt:

Bei der Auswahl solltest du darauf achten, in welchen Ländern die Server des Anbieters stehen. Wichtig ist auch, wie oft diese Server getestet werden – sonst werden sie irgendwann gesperrt. Oft gibt es auch günstige Angebote für mehrere Monate und zunächst können die Services über ein kostenloses Probemonat getestet werden.

VPN auch daheim nutzen

Übrigens können VPN-Dienste nicht nur auf Reisen wertvolle Dienste leisten, sondern auch daheim – zum Beispiel, wenn du die tolle Serie eines englischen TV-Senders ansehen möchtest oder die US-Version eines Streaminganbieters wie Netflix oder Amazon Prime nutzen möchtest. Dann stellst du einfach Großbritannien oder USA als Region ein und du umgehst das Geoblocking.

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