Die aktuelle Auswertung einer Immobilienplattform zeigt, dass Mieten in Westösterreich derzeit empfehlenswerter als Kaufen ist.

Es klingt doch verlockend: Das eigene Ferienhaus am See, im Skigebiet oder in einer kleinen Stadt. Dort kann man Urlaub machen, wann immer man gerade Lust und Laune hat, braucht nicht jedes Mal ein Quartier suchen und kann seine Siebensachen dort lassen. Eine aktuelle Untersuchung der Immobilien-Plattform ImmobilienScout24 zeigt aber die Schattenseiten eines solchen Investments auf. Die wichtigste Aussage: Mieten ist deutlich günstiger als Kaufen.

81 Jahre im Ferienhaus

Konkret hat man sich angesehen, wie lange man eine Immobilie in einer bestimmten Region mieten könnte, bis man den derzeit üblichen Kaufpreis hereingebracht zu haben. Das Ergebnis ist zumindest ernüchternd: Im Zillertal müsste man die nächsten 81 Jahre jeden Urlaubstag im Ferienquartier verbringen, damit ein Kauf günstiger wäre als die Miete – das könnte dann doch knapp werden. In Zell am See sind es immerhin nur 77 Jahre, am Wörthersee 56 Jahre und in der Region Schladming-Dachstein 51 Jahre. Als Grundlage für die Berechnung wurde angenommen, dass die Besitzer des Ferienhauses zehn Wochenende und 35 Urlaubstage pro Jahr dort verbringen. Viel Raum für sonstigen Urlaub bleibt also nicht übrig.

Teurer Westen, günstiger Osten

Das Ergebnis ist natürlich zugespitzt, doch die Kernaussage stimmt: Ferienhäuser und auch –wohnungen sind in bestimmten Regionen unseres Landes inzwischen dermaßen teuer geworden, dass sich ein Kauf zumindest für eine Eigennutzung kaum auszahlt: Am Bodensee beispielsweise werden laut ImmobilienScout24 für Haus oder Wohnung rund 3400 Euro je Quadratmeter fällig, in Kaprun sind es rund 3600 Euro. Deutlich günstiger ist es im Osten: In den Wiener Alpen gibt es Wohnungen um rund 1200 Euro je Quadratmeter, im Waldviertel um rund 1300 Euro.

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