SAS Lounge in Oslo (F: miles around_Bigstock)

Lounges versprechen Erholung vom Airport-Chaos. Aber was kostet der Spaß?

In Ruhe die Zeitung lesen, eine Kleinigkeit vom Buffet holen, vielleicht sogar eine Dusche vor dem Weiterflug genießen – in den Flughafen-Lounges lässt sich die Zeit zweifellos angenehmer verbringen als in irgendwelchen Wartezonen oder vor dem Gate. Allerdings wurden die Vorgaben, wer in diese Rückzugsorte überhaupt hinein darf, in den vergangenen Jahren strenger.

Ambassador Lounge am Flughafen Changi / Singapur (F: Sorbis / Bigstock.com)

Heute braucht es entweder ein Ticket für Business oder First Class, um in eine Lounge zu kommen, oder eine spezielle Kreditkarte, etwa in der Farbe Gold. Strikter wurden auch die Vorgaben, welche Mitreisenden man dann mitnehmen darf. Im Gegenzug wurde die Auswahl an Lounges, die man gegen Bezahlung einer Gebühr benutzen darf, größer. Allerdings sind die Unterschiede recht groß, rechtzeitige Auswahl macht daher Sinn.

Wie kommt man also in eine Lounge? Das Einfachste ist weiterhin ein Ticket für eine der Premium-Klassen (also Business oder First). Was die neue Premium Economy betrifft, die auf viele Airlines – darunter in Kürze auch bei der AUA – verfügbar ist: Diese berechtigt im Regelfall nicht für eine Lounge. Aufpassen heißt es auch bei einem Upgrade auf Business: In vielen Fällen bedeutet das nicht, dass man in die Lounge darf. Beim Smart Upgrade der AUA, eine Art Auktion für ein Business-Upgrade, ist das indes schon der Fall.

Dubai Business Lounge (F: Sorbis/ Bigstock.com)

Kreditkarten-Besitzer kommen nur dann kostenlos in eine Lounge, wenn sie eine bestimmte Karte haben. Für die Jet Lounge in Wien sind dies beispielsweise eine Gold- oder Platinum-Karte von American Express, Platinum- und Premium-Karten von MasterCard bzw. Visa oder auch eine Diners Club Card (Mindestumsatz 3600 Euro pro Jahr).

Zutritt in eine Lounge gibt es für Economy-Reisende auf vielen Flughäfen auch gegen Bezahlung. In den meisten Fällen sind zwischen 20 und 50 Euro zu bezahlen. Das zahlt sich vor allem dann aus, wenn man längere Zeit auf einem Flughafen verbringen muss und sich dann das Kaufen von Getränken und Speisen in den regulären Restaurants erspart. Am Flughafen Wien kostet der Zutritt in die Lounges inklusive Getränken und kleinen Imbissen rund 30 Euro je Person; für Familien gibt es spezielle Angebote (48 Euro für zwei Erwachsene und zwei jüngere Kinder).

Lounge-Klubs bieten die Möglichkeit, gegen Bezahlung einer Jahresgebühr in verschiedene Lounges auf Flughäfen weltweit zu kommen. Aber aufpassen: Bei manchen Angeboten ist die Bezahlung einer extra Gebühr je Zutritt fällig. Zwei Beispiele dafür:

  • Mit dem Dragon Pass kann man für eine Jahresgebühr von knapp 100 Dollar einmal in eine Lounge, danach kostet es 27 Dollar je Zutritt. Es gibt aber auch Varianten mit rund 220 Dollar Jahresgebühr (achtmal Zutritt, danach 27 Dollar) und knapp 400 Dollar (unlimitierter Zutritt). Für extra Services wie Limousinen-Abholung oder die vor allem in Fernost beliebten „Meet & Greet“-Services gibt es für Mitglieder Rabatte.
  • Den Priority Pass gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Varianten: Für knapp 100 Euro Jahresgebühr zahlt man pro Lounge-Eintritt noch extra 24 Euro; für knapp 250 Euro sind zehn Zutritte enthalten, danach werden die bereits erwähnten 24 Euro pro Lounge fällig. Und für knapp 400 Euro sind alle Eintritte enthalten. Aber Achtung: Gäste zahlen stets 24 Euro.

Noch ein Tipp: LoungeBuddy nennt sich eine App, die eine Überblick über die Lounges auf Flughäfen in aller Welt und die unterschiedlichen Zutrittsmöglichkeiten bzw. Preise bietet. (Download für Android; Download für iOS)

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