Time Trap Wien

Beim Escape Game in Wien wandelt man auf den Spuren des berühmten Films – wir haben das Game getestet.

„Der dritte Mann“-Touren, „Der dritte Mann“-Museen, „Der dritte Mann“-Kleidung – alles gibt es heutzutage zu dem Filmklassiker aus den 50er Jahren von Carol Reed. Ein Escape Game gab es dazu aber noch nicht. Das ist seit kurzem anders: Time Trap bietet nun im 3. Wiener Bezirk ein Escape Game zu diesem Thema an.

Aber beginnen wir von vorne: 2016 wurde auf der Landstraßer Hauptstraße die größte Escape Game-Location in Wien eröffnet: Time Trap bietet auf rund 400 Quadratmetern Fläche Escape Games mit Wien-Bezug an. Nicht nur die Räume sind besonders eingerichtet worden, sondern die gesamte Location erinnert an frühere Zeiten, was dem Ganzen einen bestimmten Charakter verleiht. Die Hintergrundgeschichten der Spiele sind alle mit der Stadt in Verbindung gebracht worden, was besonders Touristen aller Welt anziehen soll.

Time Trap Wien: 3 verschiedene Themen

Insgesamt bietet das Team von Time Trap 3 verschiedene Themen in mehreren Räumen an, die sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gespielt werden können. Wählen kann man aus den Themen „Mozarts Geheimnis“ und „Hangover Vienna“, die jeweils für Profis gedacht sind, sowie „Der dritte Mann“, für Einsteiger. Ein Pluspunkt: Nach der Brandkatastrophe bei einem Escape-Spiel in Polen, bei dem 5 junge Menschen ums Leben kamen, weist das Time Trap-Team gleich auf der Homepage auf die hohen Sicherheitsvorkehrungen hin – das würden wir uns von einigen anderen Anbietern auch wünschen.

Wir haben für euch das Spiel „Der Dritte Mann“ getestet: Allgemein steht fest, dass sich natürlich Escape Games immer in einer bestimmten Hinsicht ähneln. Die Rätsel und die Aufgaben sind oft gleich aufgebaut, die Lösungswege mit Schlössern und Zahlenkombinationen verbunden. Heutzutage ist es für jedes Escape Game-Unternehmen daher schwierig, sich von den vielen anderen zu unterscheiden beziehungsweise das eigene Game einzigartig zu gestalten.

Das wichtigste Mittel, um ein Escape Game besonders zu machen, sind die Technologie, die Hintergrundgeschichte und die damit verbundene Gestaltung des Raumes. Time Trap hat 2 dieser 3 entscheidenden Faktoren gut eingesetzt. Die Hintergrundgeschichte bei dem Spiel „Der dritte Mann“ ist tatsächlich an den Klassiker angelehnt – es geht also um das mysteriöses Verschwinden eines Freundes. Besonders aber die Gestaltung des (ersten) Raums machen das Spiel zu etwas Besonderem. Ohne allzu viel zu verraten, lässt sich sagen, dass fast alle Sinne in das Spiel einbezogen werden, was wir so zuvor in noch keinem Escape-Spiel erlebt haben.

Bezüglich der Technologie, die vor allem bei den neueren Escape Games hervorragend eingesetzt wird, gibt es allerdings hier etwas Nachholbedarf. Aber vielleicht ist genau das auch gewünscht – das klassische Rätseln steht hier im Vordergrund.

Fazit: Klassische Detektivarbeit

Alles in allem ist der Raum aber ausgesprochen empfehlenswert, höchstens technologisch gäbe es unserer Meinung nach noch etwas Spielraum für das Team von Time Trap. Wir können „Der dritte Mann“ ist vor allem für jene Escape-Fans geeignet, die noch nicht sehr viel Erfahrung mit solchen Spielen haben und mehr auf klassische Detektivarbeit statt auf technische Tricks Wert legen.

 

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