Burgen, Städte und Landschaften in Schottland spielen Hauptrolle bei Highland-Saga.

Die TV-Serie Outlander erfreut sich auch in Österreich einiger Beliebtheit. Es geht darin um eine Britin, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Betreten eines geheimnisvollen Steinkreises in die Vergangenheit versetzt wird – genauer gesagt ins 18. Jahrhundert. Schauplatz des Ganzen ist Schottland, die Serie basiert auf dem Roman „Highland Saga“ von Diana Gabaldon. Und die Popularität des Fantasiestücks hat große Auswirkungen auf den Tourismus im Land: Outlander sei das neue Braveheart, freut sich der schottische Tourismusverband und spielt damit auf diesen Streifen aus dem Jahr 1995 an: Der US-Film von Mel Gibson über den Freiheitskämpfer William Wallace sorgte damals für gestiegenes Interesse an schottischen Sitten, Landschaften und Getränken.

Doune Castle bei Stirling (F: Heartland Arts / Bigstock.com)

Nun kurbelt also Outlander den Tourismus an, schließlich sind in der TV-Serie einige Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der Region zu bewundern. Prominent in Szene gesetzt wurde beispielsweise Doune Castle, das als fiktive Burg Leoch die Heimat eines schottischen Clans darstellt. Bevor die Serie 2016 erstmals ausgestrahlt wurde, lagen die Besucherzahlen dort bei rund 40.000 pro Jahr, seither sind es fast 100.000 jährlich. Doune Castle liegt in der Nähe von Stirling, der Eintritt kostet sechs Pfund für Erwachsene. Aber Achtung: Ende Oktober ist die Burg für einige Tage geschlossen, denn es finden Dreharbeiten statt – ob wieder neue Outlander-Folgen gedreht werden?

 

Glen Coe im Sommer (F: Shaiith / Bigstock.com)

Eine wichtige Rolle für den Erfolg der romantisch-rabiaten Fantasy-Serie spielen auch die eindrucksvollen Landschaften Schottlands – allen voran das Tal Glen Coe (oft auch Glencoe geschrieben), das unter anderem im Vorspann zu sehen ist. Das nahe von Fort William gelegene Ausflugsziel ist für Wanderer und im Winter für Skifahrer ein Attraktion. Hier wurden auch schon andere Filme gedreht, unter anderem Harry Potter (Gefangener von Askaban), James Bond (Skyfall) oder das bereits erwähnte Braveheart.

 

Rannoch Moor (F: Lukassek / Bigstock.com)

Ebenfalls im Film zu sehen ist das Rannoch Moor in Perthshire – ganz zu Beginn der TV-Serie verbringen dort die Protagonistin und ihr gegenwärtiger Ehemann einige Tage. Das 130 Quadratkilometer große Gebiet in den Highlands gilt als eine der urtypischsten Landschaften von Schottland. Apropos: Hier wurde auch ein Film gedreht, der weit weniger romantisch ist als Outlander: Für „Trainspotting“ wurden einige Szenen an der Corrour Rail Station im Rannoch Moor gedreht – es ist dies die höchstgelegende Bahnstation auf der Insel.

 

Culross in Fife bei Edinburgh (F: A_nella / Bigstock.com)

Nicht vergessen werden darf auf einer Outlander-Tour durch Schottland das romantisch-verschlafene Dorf Culross, etwas nördlich von Edinburgh gelegen. Das wurde in der TV-Serie zum Ort Cranesmuir und dient auch sonst als Hintergrund für einige Szenen. Rund 400 Einwohner zählt das Dorf, ein Spaziergang durch die verwinkelten Gassen lassen garantiert Outlander-Gefühle aufkommen.

 

 

 

 

Rundreise zu Filmplätzen
Apropos: Der schottische Tourismusverband hat eine siebentägige Auto-Rundreise zusammengestellt, bei der diverse Drehorte von Filmen und Serien besucht werden können – unter anderem Rosslyn Chapel in der Nähe von Edinburgh, wo Szenen für den Film „Da Vinci Code – Sakrileg“ gedreht wurden. 

 

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