Coronavirus und Reisen: So geht es weiter

In unserer täglich aktuellen Übersicht über Coronavirus und Reisen findest du alles Wissenswerte für die Reiseplanung +++ AUA fliegt bis 7. Juni nicht +++ Grenzen zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz ab 15. Juni ganz offen +++ Spanien bastelt an Lösungen +++ Wizz Air startete ab Wien

Hier wollen wir euch aktuell auf dem Laufenden halten, was sich beim Thema Coronavirus und Reisen derzeit tut:

In Österreich wurden die Beschränkungen wegen des Coronavirus wesentlich gelockert – Einkaufen ist nun auch in größeren Geschäften möglich, die Österreicher dürfen wieder zum Friseur. Das Beherbergungsverbot ist inzwischen aufgehoben, nun können Hotels und Ferienwohnungen wieder regulär gebucht werden.

Die Grenzen zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz werden indes  ab 15. Juni ganz geöffnet, schon davor dürfen Reisende etwa aus berechtigten beruflichen Interessen die Grenze passieren. Andere Staaten dürften folgen – für die EU wird eine einheitliche Regelung angestrebt.

Kroatien erlaubt Reisenden aus Österreich und Deutschland nun wieder die Einreise, nötig ist die Angabe des Urlaubsorts. Eine Reise nach Kroatien war schon davor möglich, wenn man beispielsweise ein  Haus oder ein Boot in Kroatien hat. Damit sollte auch ein Sommerurlaub beispielsweise in Istrien möglich sein. Der Ferienhaus-Vermieter Wiibuk beispielsweise bietet auf Anfrage zwar keine Stornomöglichkeit an, die Buchung soll sich aber auf einen späteren Zeitraum verschieben lassen, wenn eine Anreise doch nicht möglich sein sollte.

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Laut Medienberichten will Spanien mit speziellen Vorkehrungen die Gäste – vor allem jene aus Deutschland – anlocken. Aus Andalusien wird berichtet, es werde an Sicherheitsvorkehrungen gebastelt, unter anderem strikte Abstände an den Stränden oder Hygienevorschriften für Tauchausrüstungen. Ähnliches ist für Italien geplant.

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Der Hintergrund der Entwicklung: Die Corona-Krise mit ihren dramatischen Auswirkungen wird uns offenbar noch viele Wochen und Monate beschäftigen. Auch in Österreich und Deutschland ist das tägliche Leben stark beeinträchtigt: Abstand halten, strenge Hygienevorschriften, daheim bleiben – das sind die wichtigsten Maßnahmen. Und natürlich ist an Reisen im eigentlichen Sinn nicht zu denken, denn Grenzen wurden gesperrt, Airlines lassen ihre Flieger am Boden, Hotels und Restaurants müssen weiterhin geschlossen bleiben. Die große Frage: Wann ist an eine Rückkehr zur Normalität gedacht, wann dürfen wir wieder verreisen, unseren (wohl verdienten) Urlaub genießen und fremde Länder entdecken?

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Flugreisen: AUA am Boden, Lufthansa hebt ab Mitte Mai ab

Die AUA (Austrian Airlines) hat alle regulären Flügen nun bis 7. Juni gestrichen. Bis dahin werden nur Sonderflüge, etwa zur Versorgung mit Medikamenten, durchgeführt. Wann mit einem kompletten Neustart zu rechnen ist, steht noch nicht fest. Für heuer wird mit einer Nachfrage von höchstens 25 bis 50 Prozent des Normalzustands gerechnet, auch nächstes Jahr soll es noch deutlich weniger AUA-Flüge geben. Die österreichische Fluglinie hat bereits die zahl der Flugzeuge reduziert, so wurden 6 Jets vom Modell Boeing 767 aussortiert.

Die Lufthansa hingegen wird ab Mitte Mai wieder mehr Flüge aufnehmen – unter anderem wird von Frankfurt nach Athen, Göteborg und Porto geflogen. Derzeit gibt es nur wenige Langstreckenverbindungen, unter anderem nach New York.

Für alle Airlines der Lufthansa-Gruppe – neben Lufthansa unter anderem auch AUA und Swiss – soll es von Anfang Mai bis Ende August auf allen Flügen Maskenpflicht geben. Dafür muss ab 4. Mai der Mittelsitz nicht mehr frei bleiben.

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Coronavirus und Reisen: Beim Fliegen ist nix fix

Nach derzeitigem Stand ist es unwahrscheinlich, dass wir im Sommer mit dem Flugzeug verreisen dürfen. Zwar werden von Airlines bereits Pläne zur Minimierung der Ansteckungsgefahr (etwa nur jede 2. Sitzreihe besetzt, strenge Abstandsregeln am Flughafen), aber zur Ferienzeit könnten Flüge zu einem erneuten Anstieg der Übertragungsraten führen.

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Grenzen bleiben geschlossen

Die EU verbietet derzeit alle Einreisen aus anderen Ländern, eine Ausnahme gibt es für europäische Staaten wie Norwegen, Schweiz oder Liechtenstein. Innerhalb der EU haben viele Staaten strenge Einreisebestimmungen, so dürfen die Grenzen nur zu dringenden Geschäftszwecken oder aus sonstigen wichtigen Gründen übertreten werden. Eine Reisefreiheit nach dem Schengen-Prinzip dürfen wir so rasch nicht erwarten. Inzwischen rechnen auch Veranstalter wie TUI erst für den Spätsommer mit einer größeren Reisewelle – davor würden strenge Einreisebestimmungen und Reiseverbote das Reisen erschweren.

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Sommerurlaub: Eher nur im Inland

Völlig offen ist derzeit noch, wie es mit dem Sommerurlaub aussehen könnte – also vor allem die Ferienzeit Juli bis August. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dämpfte übertriebene Hoffnung und meinte: „Ich rate dazu, mit solchen Plänen noch zu warten.“

Österreichs Regierung hat vage angedeutet, dass man deutsche Touristen ins Land lassen könnte. Der Hintergrund sind die heimischen Tourismusbetriebe, die auf dringend Besucher aus Deutschland brauchen. Allerdings könnte das einerseits gesundheitlich ein Risiko sein, andererseits könnte es dann sehr eng werden in Österreich – der Platz an den Seen ist im Sommer ohnehin knapp. Und weshalb beispielsweise keine Reisende aus osteuropäischen Ländern einreisen sollen (wo die Infektionsrate teils niedrig ist), kann auch nicht erklärt werden.

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EU drängt auf Regeln für alle 

Außerdem drängt die EU auf eine einheitliche Lösung statt eines Fleckerlteppichs an einzelnen Abmachungen. Also soll es eine Regelung für die gesamte EU geben und bilaterale Verhandlungen wie zwischen Deutschland und Österreich sollen verhindert werden.

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Hoffnung für Camper

In Nordrhein-Westfalen dürfen Campingplätze seit kurzem wieder geöffnet haben – allerdings nur für Dauercamper. Ist also Camping die Lösung? Auch das ist derzeit noch unklar – vor allem, ob dann auch alle Gäste auf die Plätze dürfen oder eben nur solche mit Dauerplätzen.

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Urlaub im Winter 2020 / 2021

Via Facebook wurden wir gefragt, wie es im Winter weitergehen könnte – also beispielsweise eine Reise im Jänner 2021 in ein Land, in dem es dann angenehme Temperaturen hat? Leider ist es derzeit noch viel zu früh, um dazu verlässliche Angaben machen zu können. Prinzipiell besteht die Gefahr, dass sogar nach einem Abflachen der Infektionskurve im Herbst oder Winter (bei sinkenden Temperaturen in Europa) eine 2. Welle über uns hereinbricht.

Wie sieht es dann mit einer Pauschalreise im Winter aus? Derzeit weisen Veranstalter wie TUI darauf hin, dass Stornierungen oder Umbuchungen für Reisen ab Juni 2020 nur zu den üblichen Bedingungen (also etwa Stornogebühren, Umbuchungsgebühren) durchgeführt werden. Unser Tipp: Besser noch warten mit der Reiseplanung für Winter 2020. Bei Bedarf Veranstalter oder Reisebüro kontaktieren (derzeit am besten per Mail) und nach Details zu möglichen Stornierungen erkundigen.

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