Live Safari im Internet (Foto: Harshil Gudka via Unsplash)

Safari im Livestream: WildEarth bietet täglich 2 Live-Safaris via Internet an. Der virtuelle Tourismus boomt.

Die 4 kleinen Hyänen raufen sich um das Stück Holz, sie purzeln übereinander und laufen schließlich der Mutter hinterher. Im Hintergrund verschwindet die Sonne langsam hinter dem Horizont. Bei dieser „Sunset“-Safari in einem privaten Reservat in Südafrika, unweit des bekannten Krueger-Reservats gelegen, bekommen wir einen Einblick in die faszinierende Natur des Landes. Aber jetzt leise, sonst verschrecken wir die Hyänen – aber Halt, wir sitzen ja gar nicht wirklich im Jeep! Wir machen die Safari via Internet mit: Safari-Anbieter WildEarth führt solche Live-Safaris täglich morgens und abends durch, die Teilnehmer können vom Wohnzimmer aus die Tiere beobachten. Dabei können sie ihrem Guide auch Fragen stellen. Die kostenlosen Touren finden entweder im Sabi Sands Game Reserve oder im Naturschutzgebiet Maasai Mara in Kenia.

Safari für den virtuellen Tourismus

Der virtuelle Tourismus boomt in Zeiten von Corona: Weil wir derzeit in viele Länder nicht reisen können, müssen wir die Welt eben von daheim erkunden. Museen bieten virtuelle Rundgänge an, auf den Färöer-Inseln kann man sogar den Reiseführer selbst steuern. Und weil auch der Fremdenverkehr in Südafrika und im Speziellen die Nachfrage bei Safaris eingebrochen ist, hat WildEarth mit seiner Idee große Zustimmung bekommen. Täglich versammeln sich morgens und abends (Südafrika liegt in der gleichen Zeitzone wie Mitteleuropa) viele Safari-Fans, um zumindest virtuell dabei sein zu können.

 

WildEarth Live Safaris: Wilde Tiere im Fokus. (Foto © WildEarth)

Wird sich der Tourismus überhaupt verändern, werden solche Angebote wichtiger? Es scheint fast, als wäre das virtuelle Erleben in Zukunft ein fixer Bestandteil des Tourismus – einerseits als Bewerbung „echter“ Angebote, andererseits auch als günstige Möglichkeit, fremde Länder zu erkunden. Und wer die WildEarth-Safari virtuell miterlebt hat, wird wohl irgendwann auch gerne selbst dabei sein bei den Expeditionen.

Die Safari geht zu Ende

Wir beobachten an diesem Abend noch eine Familie von Elefanten, einige Giraffen und auch Löwen. Es wird dunkel und unser Guide fährt mit uns im Jeep über staubige Straßen zurück ins Camp – dabei erklärt er geduldig, wie die Tiere jagen und die Fährten finden. Und schon wieder könnten wir beinahe vergessen, dass wir ja nur daheim auf der Couch sitzen und nicht wirklich im Jeep durch Südafrikas faszinierende Natur touren. Später schalten wir dann noch die „Djuma Cam“ ein, eine Live-Übertragung von einem Wasserloch im Djuma Game Reserve, die rund um die Uhr läuft (2. Video unten) und bei der oft viele Tiere zu beobachten sind.

Und irgendwann werden wir dann „echt“ dort sein, das nehmen wir uns fest vor …

 

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